Gestern haben wir unseren tollen Amiga 2000 mal wieder im ZAM aufgebaut — ein Heimcomputer der 80’er Jahre, der bereits beeindruckende Grafik- und Audiofähigkeiten hatte, die selbst IBM-kompatible PCs der 90’er alt aussehen lassen konnten.
Unser Amiga hat zwei Diskettenlaufwerke verbaut: Ein „echtes“ und einen Floppy-Emulator, der Diskettenabbilder vom USB-Stick laden kann, was doch sehr praktisch sein kann.
Doch wollten die beiden anfangs nicht so recht zusammenspielen. Entweder war nur ein Laufwerk angeschlossen, oder das System warf beim Booten einen Systemfehler, wenn beide angeschlossen waren. Schuld waren ein paar Jumper: Damals war noch nicht alles so Plug-and-Play und autokonfigurierend wie heute ;).
Konkret mussten die Laufwerke auf DS0 respektive DS1 konfiguriert werden, indem eine Drahtbrücke am Laufwerk entsprechend gesetzt wurde. Dass die Beschreibung auf der nicht zugänglichen Unterseite stand, hat jetzt nicht geholfen… Außerdem muss man die Hauptplatine des Amigas mit dem JP301-Jumper darauf vorbereiten, auch wirklich zwei Laufwerke zu haben.
Doch das war uns zu unflexibel, da unser Amiga (mit Kickstart 1.3) immer vom DS0-Laufwerk gebootet hat; wir wollten aber mal vom „echten“ Laufwerk, mal vom Emulator booten können. Deshalb wurden die Jumper durch einen Umschalter ersetzt, der die beiden entweder als DS0/DS1, oder als DS1/DS0 konfiguriert. (Praktischerweise ist der Floppyemulator niedriger als das benachbarte echte Laufwerk, sodass hier noch Platz für den Schalter war).
Dann konnten wir den Rechner wieder zusammen bauen und uns an seinen für damalige Verhältnisse sehr fortgeschrittenen Fähigkeiten ergötzen: Der Abend wurde mit der „9 Fingers“-Demo der Spaceballs-Demogruppe besiegelt. Schaut sie euch gerne auf Youtube an (oder bei uns auf echter Hardware ;)) an. Und nein, der Amiga hatte keine 3D-Beschleuniger-Einheit :D.